Pampashase / Mara

Zu der Familie der Meerschweinchen gehört auch die Unterfamilie der Pampashasen (siehe hierzu auch Steckbrief Meerschweinchen, Abschnitt Unterfamilie). Die Verwandtschaft zwischen unserem Hausmeerschweinchen und dem Pampashasen ist dabei nicht wirklich sehr augenscheinlich. Vor allem die langen Beine, das höhere Gewicht und insgesamt das Aussehen, lassen einen nicht wirklich an Meerschweinchen denken, wenn man einen Pampashasen ansichtig wird.

Vom Aussehen her wird zum Beispiel der Große Pampashase (es gibt auch noch einen Kleinen Pampashasen) so beschrieben: Sitzend erinnere der Pampashase an einen Hasen, im Stehen könne man ihn mit einem kleinen Huftier verwechseln.

Pampashase - ein Meerschweinchen aus Südameria
Ebenfalls ein Meerschweinchen im weiten Sinne ist der Pampashase aus Südamerika.

Großer Pampashase und Kleiner Pampashase

Die Gattung der Pampashasen teilt sich in zwei Arten auf:

  • Eigentlicher bzw. Großer Pampashase, bzw. Großer Mara (Patagonian Mara, Dolichotis patagonum, liebre criolla)
  • Kleiner Pampashase, kleiner Mara (Chacon Mara, Dolichotis salinicola, conejo de los palos=Kaninchen-Sticks)

Der Name Dolichotis heißt so viel wie Langohr (von den alt-griechischen Wörtern dolicho (lang) und ot (Ohr)).

Pampashaste ist das viertgrößtes Nagetier der Welt

Da die Pampashasen zur Familie der Meerschweinchen gehören, handelt es sich bei ihnen auch um Nagetiere.
Die großen Maras sind dabei die viertgrößten Nagetiere der Welt nach dem Capybara (Wasserschwein, das ebenfalls zur Familie der Meerschweinchen gehört), dem Biber und dem Stachelschwein.

Merkmale und Aussehen Pampashasen

Pampahase Kopf
Pampahase Kopf – ähnelt wirklich mehr einem Hasen als einem Meerschweinichen.
Ober- und Unterseite des Fells beim Pampashasen sind am hinteren Ende scharf voneinander abgesetzt: unten weiß, oben grauschwarz.
Maras haben einen stämmigen Körper und an den Hinterfüßen drei scharfklauige Zehen. An den Vorderfüßen sind es vier Zehen.
Vom Aussehen her wird zum Beispiel der Große Pampashase (es gibt auch noch einen Kleinen Pampashasen) so beschrieben: Sitzend erinnere der Pampashase an einen Hasen, im Stehen könne man ihn mit einem kleinen Huftier verwechseln. Sie sehen eben aus wie langbeinige Kaninchen.
Der große Pampahase kann eine Geschwindigkeit von bis zu 29 Stundenkilometern erreichen. Sie können wie Kaninchen hüpfen aber auch galoppieren oder auf allen Vieren springen. Sie können dabei eine Sprunghöhe von 1,8 Metern erreichen.

Größenunterschied kleiner Pampashase und großer Pampashase

Der kleine Pampashase ist etwa 30 cm kleiner als der große Pampashase, welcher eine Kopf-Rumpf-Länge von 65–81 cm und eine Schwanzlänge von etwa 5 cm erreichen kann.

Gewicht großer Pampashase

Die Weibchen der großen Maras erreichen durchschnittlich ein Gewicht von 8,3 kg, die Männchen hingegen nur 7,7 kg. Das Höchstgewicht der Tiere beträgt 16 kg. Sitzend erinnert das Tier an einen Hasen, im Stehen jedoch an ein kleines Huftier.

Wo die Pampashasen leben

Die Pampashasen leben dort, wo auch die Pampa ist und zwar in Südamerika (Patagonia). Das trifft sowohl auf den großen Pampashasen als auch auf den kleinen Pampashasen zu.
Während der Große Pampashase dabei in der großen Grasebenen der Pampas Argentiniens anzutreffen ist, lebt der Kleine Pampashase in den trockenen Gebieten des Gran Chaco im Norden Argentiniens sowie im äußersten Süden Boliviens und in Paraguay. Die Tiere bewohnen Grassteppen oder auch Wälder. Hier können sie jederzeit Deckung vor Feinden suchen.

Lebensweise der Pampahasen

Pampahasen sind recht monogam veranlagt. So wechseln die Pampahasen ihren Partner nur, wenn dieser stirbt. Die Paarung der Pampashasen ist dabei zeitlich recht eingeengt. Zar ist das Weibchen alle drei bis vier Monate paarungsreif, es ist dabei aber nur eine halbe Stunde empfängnisbereit. Im Regelfall kommt es zu einem Wurf pro Jahr, die kleinen Pampahasen kommen dann in den Monaten zwischen August und November zur Welt. Pro Wurf kann eine Pampahäsin dabei bis zu fünf Junge bekommen, im Schnitt sind aber wohl drei Jungen der Regelfall. Vom Empfängnis bis zur Geburt dauert es ca. drei Monate, die Tragezeit wird mit etwa 90 Tagen angegeben.
Pampahasen Babys sind dann sehr gut entwickelt. Es dauert keine 24 Stunden bis sie in der Lage sind feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Pampahasen leben Kolonien

Pampahasen sind Rudeltiere und so leben sie in Kolonien (Rudeln) mit unterschiedlichen Hierarchien zusammen. Dabei gibt es ein ausgebildetes komplexes soziales System. Pampahasen kommunizieren auch untereinander. Meerschweinchen sind ebenfalls Rudeltiere und sollten daher nicht alleine gehalten werden.

Krippensystem bei den Pampashasen

Die Pampahasen nutzen eine Art Krippensystem. Ein Pampahasen Pärchen passt dabei auf den Nachwuchs des gesamten Rudels auf. Droht Gefahr, dann werden die Pampahasen-Jungen in eine Höhle unter dem Boden versteckt und die erwachsenen Hasen laufen davon und ziehen so die Räuber auf sich.

Lebenserwartung Pampahasen

Ein Pampahase wird durchschnittlich zehn bis 15 Jahr alt. Damit liegen die Pampashasen doch deutlich über unseren Hausmeerschweinchen. Die Lebenserwartung unserer Meerschweinchen liegt bei gerade einmal sechs bis acht Jahren im Durschnitt.

Natürliche Feinde der Pampashasen

Die Pampashasen haben auch eine Reihe von natürlichen Feinden. Dazu zählen Katzen, Grisons, Pumas und auch der Argentinische Kampfuchs. Für die Pampahasen Jungen können auch Greifvögel gefährlich werden. Der größte Feind ist aber wohl der Mensch. Durch die Zerstörung des natürlichen Lebensraums ist die Zahl der freilebenden Maras stark rückläufig. Von der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) sind sie als gering gefährdet eingestuft worden.

Steckbrief Pampashasen

Wurfgröße Pampashasen: bis zu fünf Junge
Tragezeit: Etwa 90 Tage
Lebensdauer Pampahasen: 10 bis 15 Jahre
Vorkommen: Südamerika

Pampahasen als Haustiere

Pampahasen werden auch als Haustiere gehalten bzw. sind auch in Zoos und Tiergärten anzutreffen. Hier werden sie auch als Patagonian cavies bzw. Patagonian Hares bezeichnet. Werden Pampashasen lassen sich an den Menschen gewöhnen, allerdings muss die Sozialisation dann bereits bei den Jungen beginnen. In freier Wildbahn meidet der Pampashasen den Menschen dann doch. Normalerweise sind Pampahasen zum Beispiel eher tagaktiv. Sie sind aber durchaus auch in der Lage sich umzustellen und nachtaktiv zu werden, nur um soziale Interaktionen zu vermeiden.

Pampas

Die Ökoregion Pampa (oft auch in der Pluralform Pampas verwendet) ist eine subtropische Grassteppe im südöstlichen Südamerika, am Río de la Plata.

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